Unser Ansatz basiert auf langfristigem Denken und klar definierten Etappen, nicht auf kurzfristigen Maßnahmen
Wir übernehmen Verantwortung, indem wir unsere Produktion und Wertschöpfungskette so gestalten, dass Ressourcen effizient genutzt und Verschwendung vermieden wird. Unser Ziel ist es, den Einfluss unserer Produkte und ihrer Herstellung langfristig zu verringern. Dafür analysieren und optimieren wir unsere Prozesse kontinuierlich, setzen gezielte Maßnahmen um und entwickeln uns weiter – überall dort, wo es technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist. Wo möglich, greifen wir auf natürliche oder wiederverwertbare Rohstoffe zurück, um den Ressourcenkreislauf zu schließen und die Materialeffizienz zu erhöhen.

Unsere Strategie
Die Basis für unsere Bemühungen und Ziele, unsere Ressourceneffizienz zu steigern, bildet die ISO 14001. Wir haben die Norm 2024 bei uns im Unternehmen eingeführt und entwickeln das Managementsystem durch den kontinuierlichen Austausch sowie durch regelmäßige interne Audits stetig weiter. Das Managementsystem umfasst dabei alle interessierten Parteien, darunter Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter sowie sämtliche Standorte von LUTZ. Der Anwendungsbereich gilt dabei für die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und den Vertrieb von Schneidsystemen, Klingen und Messern.
Zusätzlich zur ISO 14001 besteht bei Lutz seit 2018 die ISO 50001 Energiemanagementsysteme. Die Umsetzung der Norm im Unternehmen hilft uns nicht nur relevante Kennzahlen zu erfassen, sondern auch bei der Identifizierung von Potenzialen unseren Energieverbrauch zu reduzieren.
Durch die Festlegung von jährlichen Umwelt- und Energiezielen, die Bewertung der Umsetzung der Ziele im Rahmen von Managementreviews und die Arbeitsweise nach dem PDCA-Zyklus stellen wir sicher, dass wir unsere Tätigkeiten und Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette kontinuierlich betrachten und bewerten.
Unsere Kernthemen
Substitiotion von Kunststoff
Verbesserte Energieeffizienz
Einsatz von Recyclat
Ressourceneinsatz verringern
Die Berechnung des CO2-FußSabdrucks
Es gibt verschiedene Methoden, um die Auswirkungen, die Produkte auf die Umwelt haben, aufzuzeigen. Eine davon ist die Berechnung des produktbezogenen CO2-Fußabdrucks, auch Product Carbon Footprint (PCF) genannt. Der PCF eines Produkts beschreibt die gesamten CO2-Emissionen,die während des Produktlebenszyklus entstehen und setzt sich aus Scope 1, 2 und 3 zusammen.
Scope 1: Die direkten Emissionen
Die Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, z. B. die Verbrennung fossiler Brennstoffe in firmeneigenen Anlagen (Heizkessel, Öfen).
Scope 2: Die indirekten Emissionen aus dem Energiebezug
Die Emissionen durch eingekaufte Energie, z. B. solche, die bei der Erzeugung von eingekauftem Strom entstehen.
Scope 3: Die indirekten Emissionen der Wertschöpfungskette
Die Vor- und nachgelagerten Emissionen, die nicht direkt vom Unternehmen kontrolliert werden, z. B. die Rohstoffbeschaffung oder die Aktivitäten der Lieferanten.
PCF zeigt Emissionen:
Beispiel Abbrechklinge von LUTZ BLADES
Durch die Berechnung des PCF ist es möglich, Produkte und die damit verbundenen Emissionen in Klassen einzuteilen und so miteinander vergleichbar zu machen.
Beispielrechnung: Die Abbrechklinge-2011 von LUTZ BLADES
Die Abbrechklinge-2011 von LUTZ BLADES besteht aus rostfreiem Stahl oder Kohlenstoffstahl. Sie wird zum Schneiden von Teppichen und Folien sowie zum Abisolieren von Kabeln eingesetzt und ist mit Abbruchsegmenten
versehen.
Als Berechnungsgrundlage dienten 150 Klingen aus Kohlenstoffstahl. Mit einer Länge von 100,00 mm, einer Breite von 17,70 mm und einer Dicke von 0,5 mm haben sie ein Materialgewicht von 1 kg.
Für die PCF-Berechnung wurden die anfallenden Emissionen aus Scope 1 und 2 sowie die anteiligen Emissionen aus Scope 3, soweit bekannt, verwendet.
Der mengengewichtete Mittelwert-PCF dieser Klinge liegt bei 4,62 pro Kilo.

Was konnten wir bereits Erreichen
Wir haben den internationalen Standard ISO 14001 fest in unsere Unternehmensprozesse integriert und damit die Grundlage für ein systematisches Management unserer ökologisch relevanten Themen geschaffen. Im Zuge der Implementierung haben wir umfassende Daten zu Energie- und Ressourcenverbräuchen sowie zu Emissionen erhoben. Diese Daten bilden die Basis für klar definierte Ziele und ermöglichen eine transparente Messung unserer Fortschritte.
Die erzielten Ergebnisse sind bereits sichtbar: Wir haben die Recyclingquote für Abfälle um 18 % gesteigert, unternehmensweit recyceltes Papier eingeführt und den Energieverbrauch in Bereichen wie Gebäudeleittechnik, Drucklufterzeugung und Beleuchtung optimiert. In unserem eigenen Spritzguss fertigen wir Verpackungen für unsere Klingen, die bis zu 100 % recycelbar sind und bis zu 49 % Recyclat enthalten; zusätzlich recyceln wir Kunststoffe direkt im internen Kreislauf.
Im Jahr 2025 haben wir unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht auf Basis des Voluntary Sustainable Reporting Standard (VSME) intern veröffentlicht, um unsere Maßnahmen und Ziele transparent darzustellen. Zu unserer Verantwortung gehört auch der Umgang mit unserer Lieferkette. Daher haben wir sowohl einen Code of Conduct für Lieferanten als auch einen internen Verhaltenskodex etabliert.
